Tanz mit dem Tod

Totentanzdarstellungen in Malerei, Literatur und Musik kennen wir seit dem Spätmittelalter -  ursprünglich wohl angeregt durch die grossen Pestepidemien. Sie thematisieren die Gewalt des Todes über alle Menschen, egal welchen Standes und Alters. Vor dem Hintergrund der ständig steigenden Lebenserwartung sowie der modernen Spitzenmedizin bekommt der Totentanz eine neue Brisanz.

Lernende aus unterschiedlichen Fachgruppen und Altersstufen erarbeiten zusammen mit Ehemaligen der Kantonsschule Beromünster sowie in Kooperation mit externen Partnern eine Totentanzcollage mit Theater, Tanz und Musik. Dabei wird das Thema "Sterben und Tod" auf unterschiedlichste Arten erlebt und verarbeitet: im gemeinsamen Besuch einer Ausstellung, in der intellektuellen Auseinandersetzung mit dem Text, in der gestalterischen und künstlerischen Umsetzung - vor allem aber auch in der persönlichen und emotionalen Betroffenheit. Die mehrheitlich jungen Akteure nähern sich auf diese Weise einer heiklen und oft verdrängten Thematik an. In Form einer Collage präsentieren sie ihr Produkt der Öffentlichkeit.


Wann haben Sie das letzte Mal an den Tod gedacht? Was glauben Sie, wann hat der Tod das letzte Mal an Sie gedacht? Wie möchten Sie sterben? Und wann? Der Tod stellt Ihnen in diesem Totentanz unverblümt ein paar unangenehme Fragen. Er kann nicht anders; es geht bei ihm immer gleich ans Lebendige. Keine Angst, Sie brauchen nicht sofort zu antworten. Aber dieser Totentanz lädt Sie dazu ein, über unser Verhältnis zum Sterben nachzudenken - denn eine Antwort sind wir uns und dem Tod schuldig. Spätestens, wenn er uns zum letzten Tanz auffordert: Darf ich bitten?

(Passage aus dem Theaterstück)