Basale fachliche Studierkompetenzen

Im Anhang des Rahmenlehrplans für die Maturitätsschulen "Basale fachliche Kompetenzen für allgemeine Studierfähigkeit in Erstsprache und Mathematik" werden Kompetenzen beschrieben, die nicht nur von einzelnen, sondern von vielen Studiengängen vorausgesetzt werden.

Die Luzerner Kantonsschulen sichern die basalen fachlichen Studierkompetenzen mit diesen Massnahmen:
Lehrplanrevision
Bei der kommenden Überarbeitung der Lehrpläne werden die basalen fachlichen Kompetenzen mitberücksichtigt.

Sprachförderung im Fach: Weiterbildungsmassnahmen
Die Förderung der Erstsprache ist eine Hauptaufgabe des Fachs Deutsch, aber auch die anderen Fächer leisten einen Beitrag im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Damit die Lehrpersonen das nötige Wissen zur Sprachförderung in ihrem Fach auf- und ausbauen können, werden die bestehenden Weiterbildungsgefässe genutzt. Dies sind in erster Linie schulinterne Weiterbildungstage, Fachschaftstage und persönliche Weiterbildungen. Die PH Luzern bietet ein passendes Weiterbildungsprogramm dazu an: Flyer der PH Luzern «Sprachförderung im Fach»

Förderkurse Mathematik und Schreibberatung/Sprachberatung Deutsch
Lernende, die schwache Leistungen in den basalen fachlichen Studierkompetenzen zeigen, werden gefördert: Sie besuchen einen Förderkurs in Mathematik und/oder eine Sprachberatung in Deutsch. So können sie ihre Leistungen gezielt verbessern. Am Ende des Semesters werden ihre Kompetenzen überprüft und bei guten Leistungen kann die Massnahme abgeschlossen werden.

Formale Sprachprüfung Deutsch
Alle Lernenden absolvieren einmal während ihrer Kantonsschulzeit eine formale Sprachprüfung in Deutsch. Dies entweder gegen Ende der 2. Klasse des Langzeitgymnasiums oder in der 1. Klasse des Kurzzeitgymnasiums. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Rückmeldungen zum Stand ihrer formalen Sprachbeherrschung.

Rückblick auf die Projektarbeit und Ausblick

Die Massnahmen wurden 2016-2018 im Projekt erarbeitet. Das Projektteam, dem Schulleitende und Lehrpersonen angehören, arbeitete unter der Leitung von Aldo Magno, Leiter Dienststelle Gymnasialbildung. Alle Schweizer Kantone haben den Auftrag, den Anhang zum Rahmenlehrplan umzusetzen. Gleichzeitig mit der Arbeit im Projekt hat ein inhaltlicher Austausch mit anderen Kantonen stattgefunden. Die Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern anderer Kantone gehen weiter und der Erfahrungsaustausch findet laufend statt.