An den Kantonalen Gymnasien und Berufsfachschulen sollen die Schülerinnen und Schüler auch digital geprüft werden können. Ein entsprechendes Projekt wurde im Bildungs- und Kulturdepartement gestartet, die Einführung einer einheitlichen Prüfungsplattform ist etappenweise bis Schuljahr 22/23 geplant. Damit werden auch die Forderungen aus der Umfrage zum coronabedingten Fernunterricht konkretisiert und die Digitalisierung im Bildungsbereich vorwärtsgetrieben.
Moodle wurde vom Projektteam «Digital Prüfen» unter der Leitung von Reto Buchmann und unter Einbezug von Fachleuten aus den beiden involvierten Dienststellen DBW und DGym evaluiert. Es wird nun als einheitliches, digitales Prüfungstool für sichere, rechtsgültige Prüfungen (z.B. Qualifikationsverfahren (QV) oder Maturitätsprüfungen) wie auch für Prüfungen mit breiter Anwendung (z.B. Semesterprüfungen) etabliert.
Mit der Einführung von Moodle findet keine Ablösung der analogen (Papier-)Prüfungen statt. Vielmehr ist dies eine Ergänzung zu den bisherigen Prüfungsformen. Die konzeptionelle Schulung der Lehrpersonen, wie digitalen Prüfungen erstellt und absolviert werden, ist Bestandteil des Projekts, wie auch organisatorische Fragestellungen und die Implementierung der neuen Prüfungsplattform.
Vielfältiges intelligentes Tool
Mit digitalen Prüfungen können Prüfungssituation durch digitale Werkzeuge erweitert werden und neue Kompetenzen und Lernziele geprüft werden. Es besteht die Möglichkeit Audio/Videosequenzen einzubinden oder interaktive Fragetypen zu verwenden. Je nach Prüfungsart kann das System Fragen automatisch bewerten und die Lehrperson so bei der Korrektur unterstützen. Je länger mit Moodle gearbeitet wird, umso mehr Prüfungsfragen sind digital vorhanden, wovon die Lernenden wieder profitieren können, wenn sie dies Fragen als Übungsaufgaben lösen können.