Fächer

Die Wahl der Fächer

Für die 1. und 2. Klasse des Langzeitgymnasiums gibt es eine kantonale Rahmenstundentafel, deren Einzelheiten von den Gymnasien selber festgelegt werden. Die Wochenstundentafel der 3. bis 6. Klasse des Langzeitgymnasiums bzw. des Kurzzeitgymnasiums erarbeitet jede Schule einzeln im Rahmen entsprechender Vorgaben.

Grundlagenfächer sind für alle Lernenden obligatorisch:

  • Deutsch
  • Französisch oder Italienisch
  • Englisch oder Latein oder Griechisch
  • Mathematik
  • Biologie
  • Chemie
  • Physik
  • Geschichte
  • Geografie
  • Philosophie
  • Bildnerisches Gestalten und/oder Musik

Zusatzfächer sind ebenfalls für alle Lernenden obligatorisch:

  • Wirtschaft und Recht
  • Informatik
  • Turnen und Sport
  • Religionskunde oder Ethik
  • Latein
  • Naturlehre
  • Tastaturschreiben
  • Textiles und Technisches Gestalten
  • Hauswirtschaft
  • Klassenstunde (Betreuung der Lernenden durch die Klassenlehrperson)
  • allenfalls je nach Gymnasium weitere Fächer gemäss Wochenstundentafel (z.B. Integrationsfach Sozialwissenschaften oder Grundlagen des Lernens)

Freifächer werden neben den obligatorischen Grundlagen- und Zusatzfächern angeboten. Zu ihnen gehört auch der Instrumental- und Gesangsunterricht. Bei der Wahl von Musik als Schwerpunkt- bzw. Ergänzungsfach ist der Instrumental- bzw. Gesangsunterricht für diese Lernenden obligatorisch. Je nach Interesse und Zahl der Lernenden werden an den einzelnen Gymnasien Freifächer in Fremdsprachen, Kunstgeschichte, Informatik, Chor, Orchester, Theater, Sport o.ä. durchgeführt.

Mit der Wahl des Schwerpunktfachs und des Ergänzungsfachs setzen die Lernenden ihre persönlichen gymnasialen Bildungsschwerpunkte. Das Bildungs- und Kulturdepartement legt für jedes Gymnasium eine Auswahl an Schwerpunktfächer und Ergänzungsfächer fest. Über das tatsächliche Zustandekommen der Kurse entscheidet die Nachfrage an den einzelnen Gymnasien.

Schwerpunktfächer:

  • Bildnerisches Gestalten
  • Biologie/Chemie
  • Griechisch
  • Italienisch
  • Latein
  • Musik
  • Philosophie/Pädagogik/Psychologie
  • Physik und Anwendungen der Mathematik
  • Spanisch
  • Wirtschaft und Recht

In den sprachlichen Fächern und in Musik setzt der Unterricht im Schwerpunktfach am Langzeitgymnasium in der 3. Klasse ein, in den übrigen Schwerpunktfächern grundsätzlich erst in der 4. Klasse. Ein Wechsel des Schwerpunktfaches nach dem Beginn des Unterrichts in diesem Fach ist nicht möglich. Unter Umständen kann die Wahl eines bestimmten Schwerpunktfaches den Wechsel an eine andere Kantonsschule zur Folge haben. Ebenso kann die Wahl des persönlichen Schwerpunktfaches beim Ergänzungsfach gewisse Einschränkungen der Wahlmöglichkeiten mit sich bringen.

Ergänzungsfächer:

  • Anwendungen der Mathematik
  • Bildnerisches Gestalten
  • Biologie
  • Chemie
  • Geografie
  • Geschichte
  • Musik
  • Pädagogik/Psychologie
  • Philosophie
  • Physik
  • Religionslehre/Ethik
  • Sport
  • Informatik

Der Unterricht im Ergänzungsfach setzt am Langzeitgymnasium in der Regel in der 5. Klasse, im Kurzzeitgymnasium in der 3. Klasse ein.

Langzeitgymnasien

Die Langzeitgymnasien umfassen im Anschluss an die 6. Primarklasse sechs Schuljahre.

In der 1. Klasse wird nach einem gemeinsamen Programm unterrichtet. Im Verlauf der 1. Klasse ist zwischen zwei "Schienen" zu wählen: Die sprachliche Bildungsrichtung mit Latein oder die naturwissenschaftliche Bildungsrichtung. Ein späterer Wechsel der Bildungsrichtung ist nicht auszuschliessen, allenfalls muss Latein nachgearbeitet werden.

Im Verlauf der 2. Klasse wird das Schwerpunktfach gewählt, das der Ausbildung ein individuelles Profil verleiht. Ebenso ist dann das sprachliche Grundlagenfach zu wählen.

In den Schwerpunktfächern Sprachen bzw. Musik beginnt der Unterricht bereits in der 3. Klasse. Der Unterricht in den übrigen Schwerpunktfächern beginnt grundsätzlich in der 4. Klasse.

Im Verlauf der 4. Klasse werden das Ergänzungsfach und das musische Maturafach (Bildnerisches Gestalten oder Musik) gewählt. Schliesslich wird im Verlauf der 5. Klasse in Absprache mit einer Lehrperson das Thema der Maturaarbeit bestimmt.

Kurzzeitgymnasien

Die Kurzzeitgymnasien umfassen im Anschluss an die 2. oder an die 3. Klasse Sekundarstufe I vier Schuljahre.

Der Unterricht im Schwerpunktfach, das der Ausbildung ein individuelles Profil verleiht, beginnt je nach gewähltem Fach in der 1. oder 2. Klasse des Kurzzeitgymnasiums.

Im Verlauf der 2. Klasse wird das Ergänzungsfach und das musische Maturafach (Bildnerisches Gestalten oder Musik) gewählt. Der Unterricht beginnt in der Regel in der 3. Klasse des Kurzzeitgymnasiums.

Im Verlauf der 3. Klasse wird in Absprache mit einer Lehrperson das Thema der obligatorischen Maturaarbeit bestimmt.

Die Lehrpersonen aller Gymnasien beraten die Lernenden im Rahmen ihrer Möglichkeiten bei schulischen und persönlichen Fragen und stehen den Erziehungsberechtigten für Auskünfte und Beratung zur Verfügung. Bei Bedarf stehen den Lernenden der schulpsychologische Dienst, der schulärztliche Dienst der Schule sowie die Berufs- und Studienberatung zur Verfügung. Unter Adressen finden Sie die wichtigsten Angaben.

Die konkreten Einzelregelungen für die Maturitätsschule für Erwachsene (an der Kantonsschule Reussbühl) sind hier nicht dargestellt. Die berufsbegleitende Ausbildung an der MSE dauert dreieinhalb Jahre.